Die Stadt Wien hat sich in den letzten Jahren zu einem Vorreiter in Sachen nachhaltiger Stadtentwicklung entwickelt – und dabei eine Reihe innovativer Projekte ins Leben gerufen, die nicht nur Umwelt, sondern auch soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Chancen stärken. Besonders auffällig ist dabei die Initiative „Winners“, die seit Jahren lokale Initiativen fördert, die nachhaltige Lösungen umsetzen. Doch was genau steckt hinter diesem Konzept, und wie wirkt es sich auf das Leben der Wiener:innen aus? Ein Blick auf die wichtigsten Fakten und Beispiele zeigt, wie die Stadt mit gezielter Unterstützung kleine und mittlere Projekte zu großen Hebeln für eine grüne Zukunft macht.
„Winners“ ist ein Förderprogramm des Wiener Stadtbezirks, das seit 2018 lokale Initiativen, Unternehmen und Vereine unterstützt, die nachhaltige Projekte umsetzen. Der Name „Winners“ steht dabei für „Winners for Innovation and Sustainability“ – eine Abkürzung, die auf die Kombination aus Innovation und ökologischer Verantwortung hinweist. Die Initiative wird vom Amt der Stadt Wien, insbesondere vom Referat für Nachhaltige Entwicklung, getragen und richtet sich an Projekte, die konkrete ökologische, soziale oder wirtschaftliche Vorteile bringen. Besonders gefördert werden Projekte, die auf Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz oder lokale Wertschöpfung setzen.
Ein konkretes Beispiel ist das Projekt „Wasserstoff-Fahrrad“, das in der 13. Gemeinde ein neues Mobilitätskonzept für den ÖPNV entwickelt hat. Statt Dieselbussen wurden Wasserstoffbusse eingeführt, die dank der Förderung des „Winners“-Programms umgesetzt werden konnten. Das Projekt senkt nicht nur die CO₂-Bilanz, sondern schafft auch neue Arbeitsplätze in der Wasserstofftechnologie. Ein weiteres Beispiel ist die „Reparaturwerkstatt“, die in mehreren Bezirken lokale Reparaturangebote fördert und so den Konsum von Neuware reduziert. Diese Initiativen zeigen, wie „Winners“ kleine, aber wirkungsvolle Schritte in Richtung einer nachhaltigen Stadtgesellschaft macht.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendlichen. Durch das Programm „Winners für Schulen“ erhalten Lehrkräfte und Schüler:innen Zugang zu nachhaltigen Bildungsmaterialien und die Möglichkeit, eigene Projekte zu entwickeln. So wurde etwa in der 9. Gemeinde ein Schulgarten eingerichtet, der durch die Förderung des „Winners“-Programms ermöglicht wurde. Der Garten dient nicht nur der Bildung, sondern auch als Lebensraum für Insekten und Pflanzen und zeigt, wie nachhaltige Stadtentwicklung auch im Kleinen Wirkung zeigt. hier weiterlesen
Trotz der positiven Effekte gibt es auch Kritik an der Umsetzung. Einige Initiativen berichten von Bürokratie und langsamen Entscheidungsprozessen, was die Umsetzung manchmal verzögert. Zudem ist nicht überall klar, wie die Förderung genau funktioniert und welche Kriterien für die Auswahl der Projekte gelten. Dennoch bleibt „Winners“ ein wichtiger Baustein in der nachhaltigen Stadtentwicklung Wiens und zeigt, wie lokale Initiativen mit gezielter Unterstützung große Wirkung entfalten können.
Die Stadt Wien plant, das Förderprogramm „Winners“ weiter auszubauen und noch mehr Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft und sozialer Wohnungsbau zu unterstützen. Besonders vielversprechend ist die Erweiterung auf digitale Lösungen, etwa für den nachhaltigen Urbanen Wandel. Durch die Kombination von traditionellen Fördermitteln mit moderner Technologie könnte Wien noch stärker werden als Vorreiter für eine grüne und gerechte Stadtgesellschaft.